Aktuelle Tourdaten

Terra mineralia, Freiberg

18.09.2018 - 27.01.2019

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Bisherige Stationen

Museum König, Bonn

06.08.2015 - 31.01.2016

Senckenberg Naturmuseum, Frankfurt am Main

19.02.2016 - 26.06.2016

Naturhistorisches Museum, Wien

23.11.2016 - 17.04.2017

Naturerbe Zentrum, Rügen

03.07.2017 - 10.10.2017

Museum am Schölerberg, Osnabrück

05.01.2018 - 26.08.2018

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Besucherfeedback

"Super interessant, liebevoll im Detail und absolut informativ. Man muss mehrfach kommen!"

 

"Biodiversity is life! Very nice exhibition with good interactional games."

 

"Spannende Inhalte, toll aufbereitet. Besonders schön, dass die Ausstellung so interaktiv ist. Für Groß und Klein interessant. Danke!"

 

"Aufbau, Gestaltung, Informationen - einfach toll. Wir sollten alle die Natur mehr schätzen!"

 

"Really nice....and highly informative and finally, that selfie in the natural backdrop was superb! Thanks a lot."

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>> Die Ausstellung >> Wiese ist nicht gleich Wiese

Wiese ist nicht gleich Wiese

Mitteleuropäische Wiesen sind fast ausschließlich vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften. Ihre Artenvielfalt wird durch die Bewirtschaftungsform beeinflusst.

Wirtschaftsgrünland, d.h. intensiv bewirtschaftete Wiesen werden häufig gedüngt und gemäht, um möglichst viel Pflanzenmasse zu produzieren. Die Düngung bewirkt, dass viele weniger anspruchsvolle Arten von wenigen, besonders wüchsigen Kräutern und Gräsern verdrängt werden. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten wie Schmetterlinge und Käfer.

Extensiv bewirtschaftete Wiesen produzieren weniger Biomasse und werden deshalb nur kurzzeitig beweidet oder höchstens zweimal im Jahr gemäht. Das erlaubt eine hohe Biodiversität: pro 25 m2 Wiese sind 50 Pflanzenarten nicht ungewöhnlich, im Vergleich zu höchstens 20 bei intensiver Bewirtschaftung. Auch gibt es dort mehr Insekten und andere Tiere als auf Wirtschaftsgrünland.

Wie alle Ökosysteme erbringen Wiesen wichtige ökosystemare Dienstleistungen sowohl produktiver, als auch regulierender und kultureller Art. Zur Selbsterhaltung des Ökosystems tragen sie durch Primärproduktion, Bodenbildung und die Katalyse von Nährstoffkreisläufen bei. Doch werden Wiesen nicht gemäht oder beweidet, kommt Buschwerk auf, später Wald.  Schutz von wertvollen Wiesen bedeutet also nicht, die Natur einfach sich selbst zu überlassen.

Auf einem Halbtrockenrasen siedeln sich vor allem Pflanzenarten an, die Trockenheit vertragen und mit weniger günstigen Bodenbedingungen auskommen. Häufig beherbergen solche Wiesen seltene Arten wie Orchideen. Typisch für nährstoffreiche Wirtschaftswiesen sind wüchsige Arten wie Löwenzahn, Hahnenfuß, Sauerampfer, gewöhnlicher Glatthafer und Weißklee.

Eins der längsten und umfangreichsten Biodiversitäts-Experimente weltweit ist das von der DFG geförderte Jena-Experiment in der Saale-Aue bei Jena. Am Beispiel „Grasland“ wollen Forscherinnen und Forscher Fragen zur Bedeutung von Artenvielfalt und zum Zusammenhang von Biodiversität und Ökosystem-Funktionen klären.